Konzeption des JTT

Gliederung:

  • Vorbemerkung
  • Ausgangslage
  • Zielgruppen, Bedarfsbeschreibung
  • Handlungsfelder  
  • Sonstige

1. Vorbemerkung

Der Jugendtreff Teltow (JTT) ist eine Einrichtung der Jugend- und Jugendsozialarbeit in Trägerschaft der Stadt Teltow.

Die nachfolgende Konzeption entstand im Dezember 2009 aus der Erkenntnis der pädagogischen Mitarbeiter des (JTT), neuen Tendenzen Rechnung zu tragen. Durch Reflektion der aktuellen örtlichen Gegebenheiten, intensiven Dialog im Team und durch „externe Impulse“ wurde der „Stand der Kunst“ aktualisiert.

2. Ausgangslage

Teltow zählt mit ca. 23000 Einwohnern zu den einwohnerstärksten Kommunen des Landkreises Potsdam Mittelmark und gehört zum Verflechtungsraum Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf.

Die Stadt muss in den kommenden Jahren laut aktueller Bevölkerungsprognosen mit einem starken Zuwachs von Kindern und Jugendlichen rechnen. Momentan hat Teltow einen überdurchschnittlichen Anteil an Kindern im Grundschulalter oder jünger.

Als  Folge ergibt sich für die nächsten Jahre ein hoher Anteil  jugendlicher Teltower. Die Prognosen bis 2030 sagen für Teltow weiterhin einen Zuwachs von Familie mit Kindern voraus. Ursache hierfür ist sicherlich einerseits die Entwicklung der Stadt zu einem modernen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort mit weiterem Potenzial und andererseits  der Ruf familien- und kinderfreundlich zu sein.

Derzeit gibt es in Teltow fünf Kinder- und Jugendeinrichtungen: die Jugendkunstschule, den Jugendtreff Teltow, die Mädchenzukunftswerkstatt, das Jugendhaus „Schiffer“ und ein Mehrgenerationshaus. Es gibt sechs staatliche Schulen ( vier Grundschulen, eine Oberschule und ein Gymnasium), ein Oberstufenzentrum, eine Fachschule für Sozialwesen und das Potsdam Kolleg .

In Teltow ist eine bunte Mischung von über 50 eingetragenen Vereinen ansässig .

 

3. Zielgruppen, Bedarfsbeschreibung

Zielgruppen unserer Arbeit sind die 8 –bis unter 14 jährigen und die 14 bis 20 jährigen Kinder und Jugendlichen der Stadt Teltow und der umliegenden Region..

Ziele

Der Jugendtreff Teltow will mit seinen altersspezifischen Angeboten dazu beitragen, den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich zu eigenverantwortlichen, gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln, Benachteiligungen abzubauen, sie vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen und Verantwortungsgefühl gegenüber Anderen zu fördern.

Dieses wollen die Mitarbeiter des Jugendtreffs erreichen, indem sie Angebote schaffen, die sich an den Interessen junger Menschen orientieren und bei denen ihnen die Möglichkeit zur Mitgestaltung und Mitverantwortung gegeben wird.

Konkret wollen wir Hilfestellung leisten bei:

      • Der Wahl der richtigen Freunde
      • Liebe und Partnerschaft
      • Fragen zum eigenen Körper und Sexualität
      • Problemen in der Familie
      • Schulischer und beruflicher Orientierung
  • Individuelle Ziele wie:
      • Ausdauer( Fleiß , Beständigkeit, Verlässlichkeit)
      • Selbstakzeptanz
      • Toleranz
      • Emotionale Reifung ( realistisches Selbstbild)
  • Sowie:
      • Medienkompetenz (EDV)
      • Planungskompetenz (Clubrat)

haben für uns eine große Bedeutung.

Der Jugendtreff will jedem ,dem die Förderung und der Schutz von Kindern und Jugendlichen  wichtig sind , ein verlässlicher Partner sein.

Durch präventive Arbeit und die Vernetzung mit den regional ansässigen Einrichtungen, deren Tätigkeit sich auf die Lebenssituation junger Menschen und ihrer Familien auswirkt, wollen wir mit dazu  beitragen, dass angenehme Lebensklima in Teltow zu erhalten.

 

4.Handlungsfelder

 

Um die genannten Ziele zu erreichen werden die Mitarbeiter des JTT auf verschiedenen, nachfolgend beschriebenen Arbeitsfeldern tätig. Handlungsansätze sind dabei eine ganzheitliche Herangehensweise, Zielorientierung, Prävention, Partizipation, Integration und die Vermittlung von Werten.

 

Im

Offenen Treffpunktbereich

bieten wir unseren Nutzern in regelmäßigen Öffnungszeiten, die Möglichkeit unsere vielfältigen Angebote im Haus und auf dem Hof zu nutzen.

Kreativangebote, verschiedene  Medien, Musik,  Hausaufgabenhilfe, diverse Sport- Spiel- und  Fitnessangebote sind eine Einladung zum Lernen, zum miteinander Spielen, zur Ruhe und Geborgenheit.

Die Mitarbeiter  sind den Kindern und Jugendlichen verlässliche Partner die aktiv auf sie zugehen, um so Gesprächs- und Erlebnispartner ,sowie Begleiter und Unterstützer in schwierigen Lebenssituationen zu sein.

Ziele sind:

        • Gruppenfähigkeit (Begegnung, Aushandlung von Regeln usw.)
        • Beziehung /Kontakt ( Ansprechpartner, ect.)
        • Engagement (Einladung zum Mitwirken)
        • Sich erholen, „Dampf –ablassen“ und Spaß haben

Wir bieten

Offene Gruppenangebote

bei denen  den Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Sport- und Fitnessgruppen, Kreativwerkstätten, bei Tagesausflügen und Ferienangeboten Möglichkeiten zum Kontakt , zur Begegnung, zum Entdecken und Gestalten eigener Interessen gegeben. werden. Die Angebote werden altersspezifisch und saisonal abgestimmt und unter Mitwirkung der Nutzerinnen und Nutzer vorbereitet und durchgeführt.

Ziele  sind:

        • Gruppenfähigkeit (Begegnung, Aushandlung von Regeln usw.)
        • Beziehung /Kontakt ( Ansprechpartner, ect.)
        • Engagement (Einladung zum Mitwirken)

Unsere

Sozialpädagogisch orientierten Gruppenangebote

mit den inhaltlichen Schwerpunkten:

      • Gesundheitsschutz
      • Gewaltprävention
      • Medienkompetenz
      • Umwelt und Ökologie

mit den folgenden Methoden:

      • Themen orientierte Gesprächsrunden
      • Workshops
      • Erlebnispädagogische Projekte
      • Tages- und Ferienfahrten

sind Angebote des sozialen Lernens die zeitlich befristet an feste Teilnehmerzahlen gebunden sind. Sie sollen präventiv wirken, mithelfen soziale und emotionale Kompetenzen zu erwerben, sowie die Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit zu schulen.

Ziele sind:

 

        • trainieren von sozialem Verhalten
        • neue Verhaltensformen kennen zu lernen
        • individuell passende Lösungsvarianten zu entwickeln
        • Auseinandersetzung mit Themen, Problemen, Fragen
        • und dem Versuch der Klärung

Kinder- und Jugendberatung

erfolgt durch unsere Fachkräfte in Form von einmalig zielgerichteten Gesprächen, Informationsberatungen oder entwicklungsbegleitender Beratung zu Themen wie:

      • Ernährung
      • Gesundheitsförderung
      • Suchtprävention
      • Familienkonflikte
      • Sexualität , Verhütung und Gesundheitsschutz
      • Liebe und Partnerschaft
      • Pubertät und Körperakzeptanz
      • Träume und Realität,
      • Berufswahl

Dabei nutzen die Jugendarbeiter das erworbene Vertrauen der Ratsuchenden, um deeskalierend einzuwirken, Lösungsansätze aufzuzeigen. und bestärken sie darin, Verantwortung für bestehende Probleme oder Konflikte zu übernehmen.. Bei Bedarf wird der Kontakt zu Spezialdiensten hergestellt.

Ziele sind:

        • Kinder und Jugendliche stärken
        • Hilfe beim Artikulieren von Konflikten
        • Lösungsansätze finden
        • deeskalieren  in Kriesensituationen.

5. Sonstiges

Regionale Vernetzung

Zur stetigen Verbesserung der Kinder,- Jugend und Jugendsozialarbeit i st dem JTT die Bündelung der vorhandenen Ressourcen und das Abstimmen de r verschiedenen Angebote wichtig

Aus diesem Grund arbeitet der Jugendtreff mit den Freizeiteinrichtungen der Region, den Schulen, kulturellen Einrichtungen, den Vereinen ,Trägern anderer Sozialleistungen und den verschiedenen Fachbereichen des Jugendamtes zusammen.

Gemeinsame Projekte, ein stetiger Erfahrungsaustausch und fachliche Diskussionen sind Bestandteile der Zusammenarbeit. Der Jugendtreff sieht sich als fachlicher Ansprechpartner für kommunale Gremien zu Fragen und Belangen der Kinder und Jugendlichen. Durch Vernetzung  soll der Zugang zu anderen Angeboten erleichtert werden..

Rahmenbedingungen

Für die Erreichung der gesetzten Ziele ist es  notwendig, dass die ca. 300 m² des Jugendtreff mit  Mehrzweck- Medien- Fitness – Küchen- und Sanitärbereich, sowie das große Außengelände für Sport- Spiel – und ökologische Angebote weiterhin zur Verfügung stehen.

Die Beschäftigung von 2 pädagogischen Vollzeitkräften , die Unterstützung durch einen Hausmeister und eine Reinigungskraft müssen Mindeststandart sein.

Qualitätssicherung

erreichen wir durch:

  • Regelmäßige Teamsitzungen
  • Regelmäßige Weiterbildungen
  • Externe Beratungen
  • Mitarbeit im AK 1 des Landkreises PM
  • Kontinuierliche Vor- und Nachbereitung

Pics der Woche

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